~~~|| Stramm: Das lyrische Werk || LiberLey Index ||~~~


AUGUST STRAMM: Wecken

geb. 1874 in Münster
gest. 1915 bei Horodec (Rußland)

Wecken

Die Nacht
Seufzt
Um die schlafen Schläfen
Küsse.
Eisen klirrt zerfahlen.
Haß reckt hoch
Und
Schlurrt den Traum durch Furchen.
Wiehern stampft
Schatten lanzt der Wald.
Ins Auge tränen
Sterne
Und
Ertrinken.

 

Quelle: August Stramm: Das Werk. Hg. von René Radrizzani. Wiesbaden 1963


© Helmut Schulze, 2002